Motivation, Respekt, Verantwortung

Motivation, Respekt, Verantwortung

14.11.2019

Forum Mittelstand: Neue Anforderungen für Führungskräfte in der digitalen Arbeitswelt


Die Arbeitsstrukturen in den Unternehmen ändern sich rasant. Home Office, flexiblere Arbeitszeiten und -orte sind an der Tagesordnung. Diese Veränderungen in der digitalen Arbeitswelt stellen neue Anforderungen an die Führungskräfte in Unternehmen. Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Forum Mittelstand im vollbesetzten Saal des Nettetaler Rathauses.


Veranstaltet wird das Forum Mittelstand vom Technologiezentrum Niederrhein (TZN) und der Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft (IMW). Dass eine solch hochkarätige Veranstaltung regelmäßig in Nettetal stattfindet, hob Wirtschaftsförderer Hans-Willi Pergens in Vertretung von Bürgermeister Christian Wagner in seiner Begrüßung hervor.


In seinem Impulsreferat beschrieb Nils Schmidt den neuen Führungsstil weg vom Alleinbestimmer zum Digital-Leader. Schmidt gehört dem Vorstand des Verbandes für Fach- und Führungskräfte (DFK) an. Die Digitalisierung müsse so gestaltet werden, dass der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht die Technik den Menschen beherrscht, machte er sich ein Zitat von Bundeskanzlerin Merkel zu eigen. In Unternehmen rücke man ab vom hierarchischen Aufbau, Führungskräfte müssten ihre Rolle im Team finden, motivieren und Orientierung im Sinne eines Kompasses bieten, Verantwortung übertragen und ihren Mitarbeitern mit Respekt begegnen. Die Maxime „Nicht gemeckert ist genug gelobt" reiche heutzutage nicht mehr. Denn die Rahmenbedingungen verändern sich: Durch den Fachkräftemangel können sich gute Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz aussuchen – darauf müssen sich Unternehmen einstellen. „Mitarbeiter sind vernetzt, schauen sich die Bewertungen ihrer Arbeitgeber an", so Schmidt.


„Digitalisierung bringt Stress, die Menschen müssen umlernen und sich neu strukturieren", wies Dr. Helga Wolter vom Psychologischen Institut am Niederrhein (PIN) in der von Karin Drabben (IMW) moderierten Diskussion auf die Folgen des Veränderungsprozesses für die Mitarbeiter hin. Andreas Camps, Inhaber eines Tischlerei- und Bestattungsunternehmens in Grefrath, appellierte an Führungskräfte, die Ziele nicht zu hoch zu stecken und mit Geduld zu arbeiten. Dem pflichtete Dr. Michael Rauterkus, Geschäftsbereichsleiter der Stadtverwaltung Nettetal, bei. Die Stadt werde künftig Home Office anbieten, lege aber auch Wert auf die Anwesenheit der Mitarbeit: „Es ist wichtig, die richtige Balance zu finden."


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